FangFang ist für mich weiterhin die erste Wahl. Als sie damals Hibiskus verlassen hat und zu MoLi gegangen ist, bin ich irgendwann ebenfalls dort gelandet. Einmal war ich danach noch bei Hibiskus, aber das hat mich überhaupt nicht überzeugt. Die ganze Behandlung kam mir ziemlich lustlos und mechanisch vor. Mit FangFang bei MoLi habe ich dagegen inzwischen mehrfach gute Erfahrungen gemacht.
Was ich suche, ist eigentlich recht einfach: eine vernünftige Massage und danach einfach abschalten. Mit Rutschmassage oder irgendwelchen besonderen Aktionen kann ich persönlich nicht viel anfangen.
Bei FangFang passt das für mich ziemlich gut. Optisch gefällt sie mir sehr, obwohl asiatische Frauen normalerweise nicht unbedingt meinem üblichen Geschmack entsprechen. Ihre Figur ist angenehm normal, weder besonders schlank noch kräftig. Auch die Verständigung funktioniert erstaunlich gut. Mit einer Mischung aus Deutsch und Englisch kommt man problemlos zurecht.
Am Anfang liegt man auf dem Bauch, während sie sich zunächst intensiv um Rücken und Nacken kümmert. Ihre Massage ist aus meiner Sicht durchaus solide. Natürlich darf man das nicht mit einer medizinischen Behandlung vergleichen, wie man sie bei einem professionellen Masseur bekommt. Andererseits ist es auch weit entfernt von diesem ziellosen Streicheln, das man manchmal in irgendwelchen TCM-Läden erlebt.
Was mir an ihrer Art gefällt, ist das Spiel mit der Spannung während der Behandlung. Hin und wieder gibt es beiläufige Berührungen in intimeren Bereichen, ohne dass dadurch die eigentliche Massage sofort unterbrochen wird. Man fragt sich dann natürlich automatisch, ob noch etwas kommt oder ob sie einfach ganz normal weitermacht. Genau dieses Kopfkino macht für mich einen Teil des Reizes aus.
Bevor sie einen auffordert, sich umzudrehen, geht die Behandlung langsam in den entspannteren Teil über. In Rückenlage lässt sie sich dann ebenfalls Zeit. Sie schaut einen dabei häufig direkt an und lächelt, was die Atmosphäre noch persönlicher macht. Ich mag es ohnehin lieber, wenn nicht alles sofort passiert. Dieses langsame Aufbauen und gelegentliche Herauszögern liegt mir deutlich mehr – und genau das beherrscht sie meiner Meinung nach ziemlich gut.
Als sie mich fragte: „Ein bisschen spielen?“, habe ich natürlich zugestimmt. Danach wurde das Ganze nicht einfach schnell abgearbeitet. Sie nahm sich Zeit, machte zwischendurch kleine Pausen und ließ die Spannung noch etwas wirken, bevor der Entspannungsteil seinen Höhepunkt erreichte.
Anschließend ging die Massage noch mit den Beinen weiter, und auch die Fußmassage war wirklich gut. Irgendwann waren die 60 Minuten dann natürlich vorbei. Bezahlt habe ich 50 Euro plus 20 Euro. Bei meinen bisherigen Besuchen war die Qualität bei ihr eigentlich immer recht konstant.
In letzter Zeit habe ich allerdings den Eindruck, dass FangFang bei MoLi etwas weniger verfügbar ist. Vielleicht hat sie dort inzwischen eine andere Rolle oder ist tatsächlich so etwas wie die Juniorchefin? Einen Termin direkt bei ihr zu bekommen, scheint jedenfalls schwieriger geworden zu sein – zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht.
Falls jemand in Düsseldorf eine vergleichbare Masseurin kennt, wäre ich für Hinweise dankbar. Gemeint sind ausdrücklich keine professionellen Massagepraxen, sondern eher normale asiatische beziehungsweise TCM-Massagestudios. FangFang zu ersetzen dürfte für mich allerdings nicht ganz einfach werden.